Durch den wilden Osten

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Nachdem die Biketour am Karnevalsdienstag schon einige Jahre in Simmerath gestartet wurde, mussten wir diesmal kurzfristig umplanen. Grund: Unser Ranger war gesundheitlich angeschlagen. Also wurde kurzfristig eine neue Tour geplant.

Da die Anzahl der Teilnehmer mit näherrücken des Termines immer übersichtlicher wurde, startete die Tour dann der Einfachheit halber gleich um die Ecke am Raerener Bahnhof und sollte uns durch den “Wilden Osten” unseres Nachbarlandes führen. Fast pünktlich um elf Uhr trafen sich dort die wohl letzten Biker des Vereins Lars, Lutz und Heb zum Start der Tour.

Zum Einrollen ging es gleich mal über ein paar Pfade und weiter durch den Wald bis Hasenell, hinab ins Tal und noch mal rauf um einen schönen Pfad zur Weser runter fahren zu können. Vom Wesertal wieder hoch zur Monschauer Straße und dann hinab ins Hilltal. Ein erster Plattfuß unterbrach etwas den Fluss, die dazugehörigen Sprüche (mit dem Material…) durfte ich mir anhören. An der Hillsperre setzten wir über und fuhren weiter durch den Wald zum Soortal und hoch zur N68. Von dort über einen von Waldmaschinen schlammig gefahrenen Weg zur Gileppe-Talsperre. Im Wald waren Schnee und Eis noch nicht vollständig abgetaut und sorgten auch auf den besseren Wegen für zusätzliche Reize. Den Weg um die Talsperre verließen wir bald wieder um über einen teils sumpfigen Pfad den Berg rauf in Richtung Jalhay zu fahren. Natürlich alles im Grundlagenbereich, also höchstens mal etwas Schwellenkreuzen.

Jalhay war nach rund 32 km ein guter Ort für eine Pause. Das Café an der Hauptstraße war leider geschlossen. Also wurde an der Bäckerei im Ort ein kleiner Stehimbiss eingenommen und die Getränkeaufnahme in das “Café de la Place” verlegt. Zwischen Spielautomat und Klotür hielten wir uns erst gar nicht am Kaffee auf …

Auf der nun folgenden Abfahrt nach Foyr wurde erst mal der Klosteingeruch aus den Klamotten gefahren. Dann ging es aber auch gleich wieder in den Wald. Über schlammige Wege, steile Pfade rauf und runter und durch Bäche bis in das Tal der Gileppe. Am Hotel de Lion überquerten wir die Straße und verschwanden gleich wieder in den Wald. Steil bergauf und steil bergab, oberhalb des Wesertals führten die Pfade und Wege uns nach Eupen. Unterwegs etwas Geschichtsunterricht an den Schienen einer alten Eisenbahn, die hier ins Venn führte.

Nach den sonnigen Karnevalstagen war das Wetter nicht ganz so schön. Den ganzen Tag bedeckt und trüb, nun fing auch noch ein leichter Nieselregen an. Schnell durch Eupen und auf den letzten großen Anstieg. Der kleine glitschige ekelige Wurzelpfad führt vom Tal rauf bis zum Schönefelder Weg. Unterwegs durfte ich mir dann auch noch die zweite Panne des Tages – diesmal am Vorderrad – und die Erkenntnis über verbrauchte Felgenbänder holen. Nach einem Stück über den Schönefelder Weg ging es dann über das gleiche Stück Strecke wie am Anfang zurück zum Bahnhof Raeren.

Vom Bahnhof Raeren ist die Runde etwa 60 km lang und bietet rund 1100 Höhenmeter.

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