Coole Tour am A-Dienstag

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Am Karnevalsdienstag startete wieder die traditionelle Biketour. In diesem Jahr durch die eiskalte und tief verschneite Eifel.

Punkt 11-Uhr waren alle da, also Klaus und ich.

Bei schönstem Winterwetter startete die Aschermittwochstour am Veilchendienstag wieder in Simmerath. Immerhin war es seit letzter Woche schon 10 Grad wärmer geworden, jetzt also minus 5 Grad. Von Simmerath über Kesternich ins Rurtal nach Rurberg. Der kalte Wind pfiff über die Höhen und wirbelte den Schnee auf, die Hügel und Täler im Winterkleid lagen dort wie hingemalt.

Die fahrbaren Strecken sollten sich unterwegs ergeben, wer weiß, wo geräumt ist und wo hoher Schnee den Weg unpassierbar macht. Vom Paulusdamm zur Urftmauer war schön fahren, der zugefrorene See ließ den Gedanken einer Überquerung aufkommen – aber nur den Gedanken.

Der Weg nach Gemünd war nicht geräumt, also besorgten wir uns die Wärme unter der Jacke auf der alten Kreisstraße hoch zum Kermeter. Durch die Schneedecke hatten wir überhaupt nicht den Eindruck auf einer Straße zu fahren. Über den Kermeter nach Wolfgarten und hinab nach Gemünd. Die kalte Abfahrt konterten wir mit einer Tasse Kaffee und leckeren Bienenstich in Gemünd.

Weiter entlang der Olef nach Schleiden und auf der B258 bis Weihermühle, dort rechts ab in einen wieder Wärme spendenden Anstieg nach Berescheid. Wunderschöne Ausblicke über die verschneiten Höhen und Täler belohnten die Anstrengung. Über die Höhe zurück zur B258 und jetzt mal mit etwas mehr Tempo über die schneefreie Straße bis Rothe Kreuz.

Hier wählten wir die Forststraße in Richtung Dedenborn. Der Schneebelag hatte aber seine Tücken. Die Fahrspur brach unter den Reifen weg und das Vorderrad zog ständig in unvorhersehbare Richtungen. Auf dem schneebedeckten Mittelstreifen rollte es gut, aber nicht von alleine, wie es auf der eigentlich fast immer bergab führenden Strecke zu erwarten wäre. Wir mussten uns auf das Vorderrad und den Meter Schnee davor konzentrieren.

Dedenborn, Rurtal, eiskalt. Im Tal entlang der Rur lag die Kälte, der Frost kroch unter die Jacke. Die Rettung wartete in Hammer: die Steigung nach Eicherscheid brachte wieder wohlige Wärme und die Gewissheit, dass es nur noch ein kurzes Stück zurück bis Simmerath ist.

Nach 72 km mit rund 900 Höhenmeter durch die wunderschöne winterliche Eifel waren wir zurück. Die Strecke war geplant für 10 Leute, so auch die Hotdogs, das Kölsch und der Whisky. Wir haben es aber auch zu zweit geschafft.

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