Berichte

Stefan und ich hatten als Vorbereitung auf die olympische Distanz in Düsseldorf ein ganz besonderes Schmankerl auf dem Plan stehen, namentlich den 11. MRRC Stadt-Triathlon über die Volksdistanz auf dem Olympia-Gelände in München. Da wir ohnehin mit unseren Frauen für dieses Wochenende einen Aufenthalt in der bayerischen Landeshauptstadt geplant hatten, stand einer Teilnahme abgesehen vom Transport der Räder nichts im Wege.

Am 01. September war es mal wieder soweit: „Rund um Schmidt“, seit über 20 Jahren ein Begriff unter den Radsportlern der Region, stand als letzter Wettkampf für diese Saison auf dem sportlichen Veranstaltungs­kalender.

Nachdem ich schon bei der 1. Auflage 2009 am Start war, nahmen Jutta und ich gemeinsam in 2010 am Mittelmosel Triathlon (MMT) in Zell teil. Jutta in der Sprint und ich wieder in der Olympischen Distanz. Verletzungsbedingt war mein Start dort im letzten Jahr leider nicht möglich. Doch in diesem Jahr, genauer am 24.06.2012, waren 3 Triathlon Krähen in Zell für die Olympische Distanz gemeldet. Emil hatte schon seit geraumer Zeit mit einem Start dort geliebäugelt und so sollte es in diesem Jahr klappen.

Mittwoch 6. Juni, die Rennräder geputzt, Ketten geölt, Reifen auf Hochdruck, der Krähenflug nach Obersgegen bei Körperich in der Südeifel konnte beginnen. Nur das Wetter war noch nicht bereit. Zur geplanten Abfahrtszeit um 9.00 Uhr goss es wie aus Kübeln. Letzte Eilmeldungen über das Forum, Lars am Regenradar, das Wetter wird besser werden. Eine echte Krähe lässt sich nicht von ein paar Tropfen aufhalten.

Die Veranstalter werben für ihre Mountainbikerennen durch die Umgebung von Theux mit dem Spruch „le chic des yeux, le choc des mollets“ - der Schick für die Augen, der Schock für die Waden. Der „Schick“ der Landschaft ist großartig und ein Genuss, sofern man es schafft, den Blick beim Überfahren einer Höhe der Umgebung zu überlassen. Der Schock für die Waden ist allerdings erheblich nachhaltiger und trübt mit zunehmender Distanz den Blick.

Vatertag, früh, sehr früh, 1°C, Mountainbike und Lutz eingepackt, ab nach Waimes.

Paris-Roubaix – oder: Meine Hände – was ist mit meinen Händen?

Nachdem Rund um Köln als erstes Rennen der Saison krankheitsbedingt ausfallen musste, wollte ich zumindest beim letzten Rennen der Saison, der sechsten Austragung des Münsterland-Giros, dabei sein. Und was ich mir einmal vorgenommen habe, das führe ich auch aus – meistens jedenfalls. Schade war jedoch, dass ich als einzige Krähe an den Start ging.

Die Route des Grandes Alpes – Synonym für eine ganze Sammlung ehrwürdiger Alpenpässe der Tour de France, gelegen zwischen Genfer See und Mittelmeer. Wer die ganze Route mit dem Rennrad bezwingen will, sollte gut und gerne 10 – 14 Tage Zeit mitbringen. Und gute Beine.

Es war ja eigentlich eine Jubiläumstour. Seit Emil, Peter und Werner 1985 auf dem Rad von Kornelimünster nach Luxemburg-Stadt fuhren, sind 25 Jahre vergangen. Zum 26. Mal fuhren wir also an einem der Feiertage Christi Himmelfahrt oder Fronleichnam in die Ardennen oder Eifel. Die diesjährige Strecke passte da gerade richtig zum Jubiläum. Viele der über die Jahre angefahrenen Orte tauchten in der Nähe auf: Dinant, Han-sur-Lesse, Bouillon, La Roche, Grupont, Houffalize usw. Bei der unsicheren Wetterlage blieben einige zuhause und verpassten einen der schönsten Krähenflüge (ich spreche nicht vom Wetter - obwohl: Wetter hatten wir reichlich).