kf18 x 01Auch im Jahre 18 flogen die Krähen mit ihrem Rad, und zwar durch die Eifel. Es gab unterschiedliche Strecken für unterschiedliche Leistungsdarbietungen, tolles Wetter, gutes Essen und den besten aller Kuchen, den Selbstgebackenen. Der Zielort Heilhausen lag im schönen Prümtal bei Waxweiler

Nach den halben Touren in den letzten Jahren - halb Ardennen, halb Eifel - war es an der Zeit mal wieder etwas ganzes zu machen. Also ab in die Eifel. Als Stützpunkt hatte der Streckenplaner sich den ganz kleinen Ort Heilhausen im Prümtal bei Waxweiler ausgesucht. Und dort den Campingplatz "Heilhauser Mühle" auf dem das Sonnenplateau belegt wurde. Plateau gleich Hochebene - was noch Bedeutung bekommen sollte.

Los ging es aber wieder an der Bahnhofsvision in Kornelimünster. Am Mittwochvormittag den 30. Mai trafen sich dort die für die Anfahrt bereiten Krähen zum Start. Gemeinsam ging es los über die Vennbahn nach Lammersdorf und Paustenbach. Dort gab es schon Streckentrennung. Wer noch nicht ganz so Fit war fuhr die mit 100 km kürzere und mit weniger Höhenmeter versehene Strecke auf dem Vennbahnweg bis zum Ourtal und weiter zum Zielort. Der Rest begab sich auf die Eifelstrecke über Heimbach, Gemünd, Dahlem, Stadtkill, Ormont und Prüm um nur die größeren Orte zu nennen. Hier standen rund 135 km mit etwa 2000 Höhenmeter auf dem Programm. Bei bestem Radfahrwetter, auf kleinen Nebenstraßen und einer Pause am richtigen Ort war es eine herrrlische Tour. Nach rund 75 km gab es in Marmagen im Cafe Milz eine Pause mit leckerem Kuchen der auch die restlichen Höhenmeter leicht machte. Kurz vor dem Ziel, auf dem Prümtal-Radweg rollt es talwärts sehr schön. Dann Kopscheid, rechts ab, 1,6 km, 130 m Höhenunterschied, Steigung bis 18%. Zum Campingplatz dafür eine sehr schöne erholsame Abfahrt. Nach der Ankunft im noch schönen Prümtal gab es für den ersten Hunger den Selbstgebackenen, für den zweiten den Grill, für den dritten ein Bier.

Regen, Regen, Regen - in der Nacht. Am Morgen war es wieder trocken, sofern das Zelt dicht gewesen war. Die Wolken verzogen sich und es wurde wieder sonnig. Nach "leichtem" Frühstück ging es wieder auf Radtour. Für den zweiten Tag standen zwei Strecken zur Wahl, eine kürzere 85 km und eine längere 130 km Tour die auf den ersten rund 30 km zusammen verliefen. Am Anfang ist der Berg, aus dem Prümtal hoch nach Lichtenborn, von dort über den Enz-Radweg, Neuerburg, Sinspelt bis nach Enzen fast nur noch bergab. Die kürzere Strecke verlief jetzt rüber in das Prümtal, das Tal rauf, rüber in das Nimstal, das Tal rauf und dann noch einmal über den Berg nach Waxweiler und zurück zum Startort.

Die auf der langen Strecke schlugen sich rüber an die Kyll, das Tal wurde nach einer rasanten Abfahrt erreicht. Aus dem Kylltal raus, in das Kylltal runter, aus dem Kylltal raus ..., Höhenmeter waren eine leichte Beute. Kyllburg wurde erreicht, von hier dann tatsächlich ein paar Kilometer an der Kyll entlang bevor es bei Usch wieder einen längeren Anstieg aus dem Tal gab. Die Verpflegung war am Feiertag schlecht bis gar nicht, Wasser wurde an der Friedhofszapfstelle nachgefüllt. Über die Hochebene ging es auch hier jetzt rüber in das Nimstal und von dort wie bei der kürzeren Strecke über den mal wieder letzten Berg nach Waxweiler. Das Abendessen wurde direkt am Campingplatz im schönen und guten Restaurant "Heilhauser Mühle" eingenommen.

Epilog

Nach einem schönen und anstrengenden Tag auf dem Rad fielen am Abend alle in den Schlafsack und träumten von vielleicht schönem Wetter. Irgendwann begann es zu regnen, es regnete heftig, es hörte nicht auf, es prasselte wie zuvor noch nie gehört auf den Zelten. Es war noch früher morgen als eine Lautsprecherstimme uns weckte: "Hier spricht die Feuerwehr, bitte verlassen sie sofort den Platz". Was ist denn jetzt los?
Der Regen verzog sich langsam. Aus dem Tal war ein starkes rauschen zu vernehmen. Der kleine Prümbach hatte sich in einen reißenden Fluß verwandelt, der untere Campingplatz und das Restaurnt waren überschwemmt, in der Ferne sahen wir Wohnwagen wie sie das Tal herunterschwammen. Der Platz auf dem SonnenPLATEAU war jetzt der einzig richtige.

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Die Radiomeldungen überschlugen sich, es wurde dazu aufgefordert nicht in den Wald zu gehen da im naheliegenden Eifelzoo Tiere ausgebrochen wären. Löwe, Tiger, Jaguar und  Bär in den Eifelwäldern, irgendwie ein komisches Gefühl hier am Waldrand. Es waren aber Panikmeldungen die nicht ganz der Wahrheit entsprachen. Der Kragenbär war aber tatsächlich aus dem Gehege raus und wurde erlegt.
An Rückfahrt war nicht mehr zu denken. Bei einer kürzeren Runde am Nachmittag bis zum Ourtal konnten wir feststellen das Brücken weggeschwemmt, Täler zum Teil noch immer gesperrt waren, Schlamm hatte sich überall ausgebreitet.

Strecken

Kraehenflug 2018

Strecke und Höhenprofil