Am Karnvalsdienstag ging es in der Tradition der Aschermittwochstour wieder mit dem Bike durch Eifel und Ardennen. Das Wetter war - nach vielen verschneiten oder verregneten Touren in den letzten Jahren - tatsächlich mal gut.

Los ging es wieder in Simmerath. Von dort noch über die Straße bis Konzen und hoch zum Steling und Kaiser-Karls-Bettstatt. Damit war der höchste Punkt der Strecke bei 658 m üNN schon einmal abgehandelt und es ging - fast - nur noch bergab. Weiter führte die Strecke durch das Mützenicher Venn hinab in das Tal der Hill und über die Eisenstraße mit wunderschöner Aussicht über das Hohe Venn nach Sourbrodt.

Nachdem die N676 überquert war, fuhren wir über teils tiefe Pfade oder Waldwege weiter bis zur Cascade du Bayehone. Während der Wasserfall etwas müde vor sich hin plätscherte, machten wir nach rund dreißig Kilometern eine erste kleine Verschnaufpause. Entlang des Ruisseau de Pouhon ging es weiter bergab. Über groben Schotter und Gestein bis zur einer den Bach überquerende Holzbrücke und durch das landschaftlich reizvolle Tal bis zur Route du Bayehone zwischen Ovifat und Longfaye. Wir nutzten die Straße bergauf in Richtung Longfaye, bogen vor dem Ort aber wieder in den Wald ab. Ein schmaler Pfad führte in das nächste Bachtal bevor wir auf von Waldarbeiten aufgewühlten Wegen weiter mussten.

Hohes Venn vom Eisenweg
Hohes Venn vom Eisenweg

Hohes Venn vom Eisenweg
Fahrt auf dem Eisenweg
Fahrt auf dem Eisenweg
An der Cascade du Bayehone
Cascade du Bayehone
Bikers Füße
Biker-Denkmal

Die Strecke führte jetzt wieder hinauf in das Hohe Venn. Nachdem wir die N68 überquert hatten, fuhren wir an den Lauf des „Trô Maret“ und folgten dem Bach talabwärts. Der Weg wurde zum schmalen Pfad, der sich im Hang durch die immer tiefer werdende Schlucht des wilden Baches schlängelte. Wurzeln, Felsen, Matsch – anspruchsvoll die Strecke und wunderschön das Tal. Am Pouhon des Cuves überquert eine Holzbrücke das Tal und führt auf den Pfad nach Ferme Libert. Dieser steigt steil in den Hang hoch, durchsetzt mit Wurzeln. Fahren ging fast gar nicht mehr, wir trugen und schoben hoch. So ließ sich die schöne Natur um uns herum dann aber auch noch besser aufnehmen. Nach etwa einem Kilometer gelangten wir wieder auf breitere Wege und fuhren hoch nach Ferme Libert. Dort auf dem höchsten Punkt angelangt fuhren wir wieder in den Wald und in einen - für die weniger Begabten - abenteuerlichen Downhill. In Malmedy angekommen gerieten wir mitten in den Karneval, Musikgruppen und Umzüge in allen Straßen. Wir fanden eine Bäckerei des Vertrauens und füllten uns auf mit leckerem Gebäck.

In das Tal des Trô Maret
In das Tal des Trô Maret

In das Tal des Trô Maret
Trô Maret
Pfad durch das Tal
Pfad durch das Tal
Pfad durch das Tal
Pfad durch das Tal
Pfad nach Ferme Libert
Pfad nach Ferme Libert
Pfad nach Ferme Libert

Ob es eine gute Idee war, beim Verlassen von Malmedy die Straße zu meiden sei dahingestellt. Der gewählte Weg führte direkt bergauf, steil bergauf und noch steiler. Dazu noch uneben und matschig. Neben dem Druck aufs Pedal war auch Druck aufs Hinterrad und bald auch aufs Vorderrad erforderlich, bis nichts mehr ging und nur noch schieben möglich war. Von oben gab es jedenfalls einen schönen Blick über das Tal der Warche in das wir dann auch bald wieder über eine rasende Abfahrt hinunter fuhren. Weiter folgten wir nun dem Lauf der Warche flussaufwärts bis zum Fuß der Burg Reinhardstein.

Ardenner-Teint
Ardenner-Teint

Ardenner-Teint
Jede Kalorie zählt
Karneval in Malmedy
Brille ohne Durchsicht
Durch die Warche
Durch die Warche
Burg Reinhardstein
Durch die Warche
Durch die Warche
K-Salat und Zubehör

Es war schwierig, einen Pfad zu finden. Offensichtlich hatten wir den Fluss einmal zu viel überquert und mussten noch einmal durch um auf den „Pfad nach oben“ zu gelangen. Diese letzte große Aufgabe des Tages konnte dann auch nur durch schieben bzw. tragen gemeistert werden. Im Anstieg trafen wir auf eine Gruppe feiernder junger Leute, die uns gleich entgegen kamen, um ihre Würste mit uns zu teilen (Sahen wir schon so verhungert aus?). Wir verließen den Wald nach Ovifat, fuhren weiter nach Sourbrodt und dort auf den RAVel.

Über den Vennbahnweg rollte es jetzt gut nach Hause. Küchelscheid, Leyloch, Konzen und zurück nach Simmerath. Nach etwa 84 km mit ca. 1500 Höhenmeter durch überwiegend grandiose Natur endete die Tour und der Tag an einer großen Schüssel hausgemachtem Kartoffelsalat mit Würstchen, Monschauer Senf und Kölner Bier.

Strecke und Höhenprofil