Faddertag, schönes Sommerwetter, lockere Beine. Was macht man damit. Mit Bollerwagen und Bierkasten um die Häuser ziehen? Wie fade. Eine schöne lange Strecke planen, aufs Rad schwingen und den Tag mit dem liebsten aller Hobbys verbringen.

Mit ausreichend Zeit bei schönem Wetter kann man auch mal etwas länger fahren. Für den Feiertag waren es rund 210 km. Morgens um 8.00 Uhr bei angenehmen Temperaturen los. Vicht, Süssendell, Schevenhütte, Gürzenich, diese Höhenmeter waren schon einmal abgearbeitet. Rüber nach Lendersdorf und Stockheim, ganz flach ist es hier auch nicht. Auf befestigten Wirtschaftswegen und kleinen Kreisstraßen weiter nach Jakobswüllesheim, Füssenich ... Enzen ... Satzvey. Fast kein Verkehr auf den Wegen und Straßen, Sonnenschein, schöne Landschaften, blühender Frühling. Jeder Meter ein Genuss. Ab Lessenich bei Kilometer 65 ging es dann langsam hoch in die Eifel. Eiserfey, Urfttal, steil bergab und wieder hoch, der Mittelteil der Runde macht die Höhenmeter.

In Marmagen war Pause geplant. Leider hatte die Bäckerei Café Milz zu. Wir fuhren weiter bis an die B258 um an einer Tankstelle die Flaschen zu Füllen. Essen gab es auch: Kekse und "Sport"schokolade. Dabei sollten die kommenden 20 km die schwersten werden. Kurze aber spürbare Steigungen, wilde Abfahrten über kleine holprige Wege, hier sollte man etwas Acht, wenn nicht sogar Neun geben. Schmidtheim, ab jetzt viel bergab bis bei Jünkerath. Dort im Kylltal beginnt der Vennbahnquerweg der ab hier befahren wird. Über die gut ausgebaute Trasse geht es weiter bis Losheim und über die Grenze nach Belgien. Es war ordentlich Warm geworden, die Kräfte ließen langsam etwas nach. Ich war froh mit Thorsten einen Windbrecher vor mir zu haben. Bütgenbach, der Vennbahnquerweg mündet auf die Vennbahn, RAVeL 48. Um die Strecke brauchten wir uns nicht mehr zu kümmern, führt der Weg uns doch fast bis zur Haustür zurück.

Wieder eine tolle Eifelrund die über viele Neben- und Wirtschaftswege führt. Schöne Aussichten, tolle Landschaft, einsame Täler. Durch die cOrona-Einschränkungen war es natürlich etwas ruhiger als üblich. Die 210 km lange Runde hat etwa 1800 Höhenmeter was für diese Distanz nicht viel ist. Im Mittelteil sind Steigungen bis rund 12%, ab Jünkerath über die Bahntrassenwege kann man aber schön rollen lassen.

Krähenflug 2019

Strecke und Höhenprofil

 Route zum Download (GPX) bei den TOUREN.